Vereinsmitteilungen Kolping-Viechtach von: Adolf Stieglbauer Eine Seite zurück


17.09.2003

Die diesjährige Radlwallfahrt der Viechtacher Kolpingsfamilie führte am vergangenen Samstag zum Heiligen Kreuz in Loh.

Pressebericht zur

7. Radlwallfahrt der Kolpingsfamilie

Die diesjährige Radlwallfahrt der Viechtacher Kolpingsfamilie führte am vergangenen Samstag zum Heiligen Kreuz in Loh.
Nach dem gemeinsamen Morgengebet war für zehn Teilnehmer der Start um 7.15 Uhr vom Missionskreuz bei der Stadtpfarrkirche.
Begleitet von ein paar gegen aufziehende Wolken ankämpfende Sonnenstrahlen wurde der Regental-Radweg angesteuert.
Nach kurzer Fahrt konnten in Tresdorf drei weitere Teilnehmer begrüßt werden.
Organisator Adolf Stieglbauer erklärte noch kurz den Streckenverlauf, bevor es bei kühler Witterung weiter ging bis Miltach.
Dort wurde die Gruppe am Ortsschild von einem leichten Regenschauer empfangen. Etwas widerwillig streifte man sich die Regenkleidung über und befuhr den Donau-Regen-Radweg in Richtung Bogen.
Gegen 8.30 Uhr wurde in Altrandsberg für eine Morgen-Meditation angehalten.
Davon war auch der Wettergott beeindruckt und verschonte die Radler auf dem unbequemen Anstieg bis Streifenau vor "äußerlicher Nässe".
Helene Stieglbauer bewältigte die "Bergetappe" zum Erstaunen aller mit einem fast platten Vorderreifen.
Nach rund 30 zurückgelegten Kilometern nutzte die Gruppe eine kurze Rast zum Auftanken der bereits verbrauchten Kalorien und zum Aufpumpen des "Plattn".
Anschließend verlief die Strecke leicht bergab nach Haibach, ehe noch ein kurzer Anstieg nach Mitterfels folgte.
Die restlichen 15 Kilometer bis Bogen brachte man Dank der langen Abfahrt nach Hunderdorf schnell hinter sich. Dort wurde eine ausgedehnte Mittagspause eingelegt.
Die Weiterfahrt führte zunächst ein kurzes Teilstück auf dem Donau-Radweg und schließlich rechts der Donau auf kleinen Straßen über Irlbach nach Loh, das kurz nach 14.00 Uhr erreicht wurde.
Die Wallfahrtskirche zum Hl. Kreuz in Loh gilt als eine der liebenswürdigsten Rokokokirchen des niederbayerischen Raumes.
Die Legende erzählt, dass im 5. Jh. ein christlicher römischer Offizier das sogenannte Loher Kreuz in der Nähe seines Standlagers Wischlburg aufgestellt hat. Nach dem Abzug der Römer wurde es später von den Christen heimlich verehrt. Die öffentliche Verehrung geht auf das 8. Jh. zurück.
In einer stillen Andacht besann sich jeder Wallfahrer seiner eigenen Beweggründe und Anliegen, bevor man die Rückfahrt in Angriff nahm.
In Mariaposching wurde mit der Fähre die Donau überquert und nach knapp einer Stunde Fahrt auf dem Donau-Radweg wurde Deggendorf erreicht.
Kurz nach der Einfahrt in den Bahnhof öffnete Petrus plötzlich die Schleusen und es goss wie aus Kübeln.
Hartnäckig verfolgt von den dicken Regenwolken fuhr die Radlergruppe bis Gotteszell mit der Waldbahn.
Erst auf der Schlussetappe nach Viechtach ließ der Regen dann allmählich nach. Trotzdem waren sich die Teilnehmer nach 110 gestrampelten Kilometern einig, einen besonderen und unvergesslichen Wallfahrtstag erlebt zu haben

Bild: Die Radlwallfahrer kurz vor der Ankunft in Loh.