Bericht zur Generalversammlung am 6.01.2002 von M. Stieglbauer Eine Seite zurück


Es rührt sich wieder was bei Kolping

Mitgliedsbeitrag durch Euro-Umstellung leicht gesenkt - Eigener Kleinbus wird angestrebt

Viechtach (vbb). Viele Vereine und Organisationen nutzen die Euro-Einführung zu einer willkommenen Anhebung ihrer Mitgliedsbeiträge. Nicht so die Kolpingsfamilie. Mit der Umstellung auf den Euro werden die nach Altersgruppen gestaffelten Beiträge in den meisten Fällen leicht abgerundet. Traditionell am Dreikönigstag versammelte sich die Viechtacher Kolpingsfamilie im Vereinslokal "Zum Peter". Vorstand Anton Voitl zeigte sich erfreut über den guten Besuch und begrüßte besonders den Präses, Kaplan Johann Spitzhirn, die Ehrenmitglieder Reserl Engl, Erwin Kramheller, Josef Niedermayer und Heinrich Wagner, zugleich Vorsitzender des Bezirks Donau-Wald. Zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und Präsides, insbesondere an Ludwig Schmid aus Reichsdorf, der mehr als 40 Jahre der Kolpinggemeinschaft angehörte, erhoben sich die Mitglieder von ihren Plätzen. Im Schriftwort verlas der Präses ein Gebet von Adolph Kolping zum neuen Jahr. Dem Protokoll der letztjährigen Mitgliederversammlung folgte der von Schriftführerin Monika Stieglbauer akribisch verfasste Jahresbericht. An die 70 Termine wurden in der Vereinschronik vermerkt, darunter eine große Zahl von Kolpingabenden, die meist mit interessanten und aktuellen Themen gestaltet wurden. Über die herausragenden Ereignisse des Jahres berichteten die jeweiligen Sachgruppenleiter. An die Aktivitäten der 18 Mitglieder starken Jugendgruppe erinnerte Franz Pinzl. Der Verantwortliche für die Altkleidersammlung, Helmut Pinzl, verzeichnete mit 23,75 Tonnen erneut das Spitzenergebnis auf Bezirksebene. "Obernikolaus" Hans Gierl erwähnte, dass wieder mehr als 100 Familien sowie das Caritas-Altenheim von Kolping-Nikoläusen besucht wurden. "Die 1995 mit 89 Kleidern begonnene Kommunionkleider- Verleihaktion kam im vergangenen Jahr erstmals aus den roten Zahlen", lautete die Bilanz von Hildegard Peter. Inzwischen musste sogar auf 122 Kleider aufgestockt werden. Der Erlös aus dem caritativen Adventsmarkt in Höhe von 1500 Mark wurde wieder für ein Kinderheim in Simbabwe gespendet. Die Organisatorinnen Susi Pinzl und Anna Voitl lobten die gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde. Die Gestalter der Seniorennachmittage, Renate und Heinrich Wagner, freuten sich über den regen Besuch, vermissten aber die Senioren aus dem Kreise der Kolpingsgemeinschaft. In Verhinderung von Stefan Limbeck, dem Theaterregisseur, wies Vorsitzender Anton Voitl darauf hin, dass die Vorbereitungen für das neue Theaterstück "Die Dorfratsch'n" bereits laufen. Die Homepage der Kolpingsfamilie (www.kolping- viechtach.de), lebt aus den Informationen der Sachgruppen, betonte Reinhard Zeitlhöfler, der dieses zeitgemäße Medium für den Verein auf den Weg gebracht hat. Von der fünften Radlwallfahrt, die im letzten Jahr wieder nach Altötting führte, berichtete Adolf Stieglbauer. Wenn auch das Wetter alles andere als einladend war, herrschte dennoch eine gute Stimmung unter den elf Teilnehmern. Kassenführerin Josefine Altmann vermeldete umfangreiche Kassenbewegungen, die mit einem geringen Jahresüberschuss abschlossen. Kassenprüfer Hans Gierl bescheinigte eine mustergültige Führung der Kasse, worauf die Entlastung durch die Mitglieder nur noch eine Formsache war. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde nachträglich Hans Gierl mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Für 50 Jahre Treue zum Verein erhielt Hermann Lummer die Vereinsnadel in Gold. Lummer, früher aktiver Theaterspieler, erinnert sich noch gut an die Aufführungen in der damaligen Alten Post, heute Sparkasse. Zwei Anträge hatte die Vorstandschaft der Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorgelegt: Beitragsumstellung auf Euro und Anschaffung eines Kleinbusses. Mit geringfügigen Ausnahmen wurden die nach Altersgruppen gestaffelten Beiträge auf einen niedrigeren Euro-Betrag geglättet, was auch ohne Gegenstimmen befürwortet wurde. Die Notwendigkeit zum Kauf eines Kleinbusses sieht die Vorstandschaft vorwiegend in der vielfältigen Jugendarbeit, sowie zur wesentlichen Erleichterung unterschiedlichster Vereinsaktivitäten wie zum Beispiel Theaterauf- und abbau, Altkleidersammlung, Besuch von Einkehrtagen, Wanderungen und Wallfahrten. Mehrheitlich befürwortete die Versammlung das Vorhaben und beauftragte die Vorstandschaft zur Einholung entsprechender Angebote, wobei vorrangig ein günstiges Gebrauchtfahrzeug ins Auge gefasst werden soll. Der Vorsitzende Anton Voitl und Präses Johann Spitzhirn dankten in ihrem Jahresrückblick allen für die tatkräftige Unterstützung, besonders der neuen Vorstandschaft, die seit einem Jahr im Amt ständig um ein lebendiges Vereinsleben bemüht ist. Die Versammlung wurde nach gut zwei Stunden traditionell mit dem Kolpingslied geschlossen.